In den letzten Wochen, vielleicht auch Monaten hat sich der Schlafteufel bei uns eingeschlichen.
Erst habe ich Leander in den frühen Morgenstunden in unser Bett geholt und dann bereits um 3 Uhr nachts und schon bald lagen wir gerade eine halbe Stunde im Bett. Da war immer dieser Schrei “Mama, ich möchte mit euch schlafen” gepaart mit einer aus der Tiefschlafphase gerissenen Mama, die nicht minutenlang auf dem Schauckelstuhl im Kinderzimmer ausgehalten hat.
Das zu Bett gehen ist so ähnlich abgelaufen, ja nicht ohne Mama. Erst habe Schlafllieder gesunden und Leander dabei immer die Hand gehalten oder am Kopf gestreichelt. Vor ein paar Monaten hat kleines Stoffkindertaschentuch dann den Platz meiner Hand eingenommen. Irgendwann hatte er meinen Plan durchschaut und die Zeit, die ich an seinem Bett verbracht hatte wurde immer länger. Zu letzt waren es manchmal fast 2 Stunden die ich bei ihm war. Leander stand dann im Bett, hat erzählt, mich angelächelt, dann doch fast geschlafen, wieder rumgekrabbelt, gestanden, gelegen, fast geschlafen und so weiter.
Letzte Woche habe ich beschlossen, damit ist Schluß. Einfach gesagt. Mittlerweile schläft er die ganze Nacht in seinem Bett. Morgens, wenn Leander richtig wach ist, kann er noch eine Weile mit in unser Bett kommen zum gemeinsamen Kuscheln. Nur das mit dem alleine Einschlafen klappt noch nicht. Ich probiere jetzt seit heute mittag die Ferber-Methode. Es bricht mir fast das Herz ihn schreien zu lassen, aber ich sehe keinen anderen Weg. Ich muss mich wirklich an die Uhr halten, sonst renne ich sofort wieder an sein Bett und gehe auch nicht wieder weg. Gestern hatte ich die Kinderärztin gefragt, ob es okay ist ihn schreien zu lassen. Sie meinte, da Leander sich bereits in der zweiten Hälfte des 1. Lebensjahres befindet, spricht nichts dagegen ihn auch mal schreien zu lassen. Vorausgesetzt, er ist gesund, die Windel nicht voll, blabla. Schön. Trotzdem kommen mir fast selbst die Tränen wenn er schreit. Aber da muss ich/müssen wir jetzt durch. Denn mittendrin aufhören könnte alles viel schlimmer machen. Ach, Mist.