Dreiecksquilt

Babyquilt aus Dreiecken - Personalisierung

Ich habe mal wieder einen Quilt genäht. Für ein kleines Mädchen. Ein bißchen sollte er zu diesem Dreiecksquilt passen. Deshalb habe ich mich wieder für Dreiecke entschieden. Bei der Stoffauswahl bin ich irgendwie nicht so richtig fündig geworden und habe mich gegen einen Neukauf und für die Verwendung von Stoffresten aus meiner großen Box entschieden.

Babyquilt aus Dreiecken - Dreiecke schneiden
Dreiecke zuschneiden. Stoffbahnen aus drei unterschiedlichen Stoffen zusammennähen und dann mittels der Schablonen/Schneidelineal mit 60 Grad-Einteilung in Dreiecke schneiden.

Zuerst habe ich die Stoffreste farblich sortiert und mir dann immer drei ausgesucht, die zusammenpassen könnten. Diese Reste habe ich in Streifen geschnitten, zwischen 4 und 15 cm Höhe. Anschließend mussen die Streifen zu je drei zusammen genäht werden. Dabei habe ich darauf geachtet, dass der mittlere nicht zu hoch ist. Am einfachsten haben die bereits vorschnittenen Streifen einer Jelly Roll funktioniert. Da hatte ich noch einige Streifen übrig. Praktisch.

Babyquilt aus Dreiecken - Vorderseite
Dreiecke zu Reihen verbinden. Aus den Reihen die Vorderseite nähen.
Die Rückseite gestalten, dafür von der Vorderseite übrig gebliebene Dreiecke nutzen. Bügeln. Bügeln. Bügeln. Die Mittellage dazwischen legen, fest stecken und quilten.

Die Schablone habe ich aus dickerem Papier geschnitten. Das gleichschenklige Dreieck hat 60 Grad Winkel und ist 15 cm hoch. So passt mein Schneidelineal mit 30- und 60 Gradmarkierungen und 15 cm Höhe perfekt, um viele Dreiecke auf einmal zu schneiden. Die einer und zweier Schablone (für die optimale Nutzung des Stoffes) habe ich, vorallem auf die kurzen Stoffreihen gelegt, um zu sehen wie ich den vorhandenen Stoff optimal ausnutzen kann. Da waren die Stoffstücke vielseitiger als die Jelly-Roll-Bahnen, da diese höher waren und ich somit auch die Dreiecke versetzt schneiden konnte.

Babyquilt aus Dreiecken - binding per Hand
Binding von der Rückseite mit der Hand befestigen, damit die Nähte vom Annähen des Bindings nicht sichtbar sind, weder auf der Vorder- noch auf der Rückseite.

Als Endgröße hatte ich mir so etwa 1 x 1,40 m vorgenommen. Mit meiner Dreiecksgröße (inkl. 1 cm Nahtzugabe) brauche ich 10 Reihen mit je 14 Dreiecken. So wurden immer 14 Dreiecke zu einer Reihe zusammen genäht. Wobei die Dreiecke an den Enden auch unvervollständige Dreiecke sein konnten, da diese ja nur halb benötigt werden. Bei Schneiden habe ich bereits die unvollständigen (größer als die Hälfte) gesammlt und nach Seiten sortiert. Da die Dreiecke ja immer gedreht zusammen genäht werden, passt nicht immer jedes halbe Dreieck an jedes Ende.

Babyquilt aus Dreiecken - Rückseite
Das personalisierte Schildchen, also das Namensschild sticken, säumen und mit der Hand auf der Rückseite aufnähen, sodass auch hier die Nähte nicht sichtbar sind.

Am Ende haben 420 einzelne Stoffstücke die Vorderseite gebildet und es war ziemlich wild, ziemlich bunt. Ich brauchte einen Augenblick um es gut zufinden. Doch mit dem einfarbigen, knallpinken Binding, habe ich das Farbengewusel etwas gerahmt. Mein ursprünglicher Plan war in jeder Reihe ausreichend Dreiecke der gleichen Farbfamilie (bei mir die Jelly roll in Pastellfarben) zu vernähen ging nicht auf, da zu wenig Dreiecke. Oder hatte ich es einfach zwischendurch vergessen? Ich weiß nicht mehr. So ein Quilt ist ja Projekt für mehrere Tage. Der Quilt wurde jedenfalls ziemlich bunt. Für die beiden Streifen der Rückseite habe ich mich dann wieder an meinen Plan erinnert und es umgesetzt. Beim Quilten habe ich mich an den Nähten orientiert. Ich habe mich gegen ein Freequilten entschieden, damit die Decke nicht noch unruhiger wird. Nachdem dann das kleine Mädchen geboren war, habe ich ein kleines Namensschild gestickt und aufgenäht.