Mammutelternstöckchen

Larissa hat ein neues Elternstöckchen in die Runde geworfen. Da es so lang ist, will ich niemanden damit belästigen und lasse es zur Abholung hier liegen.

Was trägt Dein Kind heute?
Spießerklamotten, weißes langärmliges Shirt, dunkelblaue Hose und Pullunder. Die Marke sage ich mal nicht, sonst wird es noch spießiger.
War Dein Kind geplant?
Ja und ein Volltreffer.
Wie hast Du Deinem Parnter von dem positiven Test erzählt?
Ja, ich habe gleich vom Bad aus nach Hagen gerufen.
Wie hat Dein Partner auf den positiven Test reagiert?
Glücklich.
Welches ist der schlimmste Kindername für ein Mädchen und für einen Jungen, der Dir spontan einfällt?
Emma und Jason
Gab es Streit wegen der Namensfrage?
Nicht wirklich, bei Leander und Mathilda waren wir uns einig.
War Dein Partner bei der Entbindung mit dabei?
Ja.
Hat er die Nabelschnur durchschnitten?
Ja, nachdem die Hebamme und ich ihm gut zugeredet hatten. Und er keinen Knoten machen musste, sondern nur die Schere benutzen 😉
Hat sich die Vorstellung von der Geburt gedeckt mit dem tatsächlichen Erlebnis? (schlimmer/weniger schlimm als erwartet)
Das es weh tut, wurde mir gesagt. Aber so? Ach, ich habe doch schon wieder alles vergessen.
Wie hat die Geburt Deines Kindes Dich verändert?
Ich bin etwas entspannder geworden.

Hier noch vier mal so viel Fragen und Antworten
Findest Du das gut oder schlecht?
Gut.
Wann hat es das erste Mal durchgeschlafen?
Fünf Stunden nett man wohl nicht durchschlafen. Denn der Nuckel muss doch ab und zu wieder mit Hilfe von Mama den Weg in den Mund finden.
Wer bringt das Kind ins Bett?
Am Anfang Hagen, als er noch auf dem Arm eingeschlafen ist. Seit wir ein Schlafritual haben, ich, denn ich muss dann immer noch singen.
Was war das erste Wort?
Da Leander heute gerade 6 Monate alt ist, wäre es ein bißchen verfrüht. Nach der Prognose meines Schwagers wird es wohl Autoschlüssel sein (kleiner Insider).
Welches Wort kann er/sie dank Dir schon sagen, dass er/sie nie hätte von Dir lernen sollen?
Ich hoffe, dass die bösen Schimpfworte lange von ihm fernbleiben.
Welche Krankheit hatte Dein Kind zuletzt?
Bis jetzt nur, zum Glück, einen kleinen Schnupfen.
Welche Krankheit hattest Du zuletzt?
Erkältung wahrscheinlich, kann mich nicht mehr so gut erinnern. Oder ist Schwangerschaftsdiabetis eine Krankheit, dann die.
Das Lieblingsbuch/Lieblingsspielzeug Deines Kindes?
Quietschente
Das Lieblingsgericht Deines Kindes?
Karotten, Kartoffeln und Hühnerfleisch. Mehr hat er noch nicht probiert.
Ißt Du gerne Baby-Brei?
Mittags in Windeseile
Welche Begriffe/Wörter kennst Du erst, seitdem Du ein Kind hast?
Kolostrum
Welche Erziehungsratgeber hast Du schon gelesen und welche waren wirklich nützlich?
Keinen, soll auch so bleiben.
Welche Anschaffung für das Kind war die unnötigste, die Du getätigt hast?
Ein Stuhl/Sessel extra zum Stillen im Kinderzimmer. Habe ich ein einziges Mal zum Stillen benutzt. Zum Glück brauchen wir nur den Bezug austauschen und schon passt er zu dem anderen im Wohnzimmer.
Welche Kurse hast Du mit Deinem Kind schon besucht bzw. besuchst Du gerade?
Delfi und Babyschwimmen ab nächste Woche Samstag.
Was war das Thema Deines letzten Posts bei urbia?
Was?
Was nervt Dich am meisten an anderen Müttern?
Wenn sie ihre Kinder behandeln als wären sie aus Zucker.
Hast du Dein Kind taufen lassen?
Nein. Es soll seine Religion später selbst frei wählen können.
Feiert Ihr Weihnachten?
Ja *komischguck* Äh?
Gibt es Geschenke für Dein Kind an Weihnachten?
Ja, von Mama und Papa ausgesucht, damit auch ausschließlich gewünschte Dinge geschenkt werden. Dies Jahr, das erste Weihnachtsfest für Leander, werden wohl das Geschenkpapier und -bänder eine tragende Rolle spielen. Ich hoffe, wir finden jemanden, der den Weihnachtsmann spielt.
Einen Weihnachtsbaum?
Ja, unser erster gemeinsamer.
Was hast Du vor deinem Mutterdasein gemacht?
Das gleich wie jetzt. Mal abgesehen vom Erziehungsurlaub.
Was willst Du danach machen?
Aber ich bleibe doch immer Mutter. Egal. Diplom in der Tasche haben und endlich wieder richtig Geld verdienen.
Wann warst Du das letzte Mal alleine mit Deinem Partner aus?
Am Samstag.
Was würdest Du an einem freien Abend am liebsten unternehmen?
Essen gehen, nette Gespräche führen, vielleicht auch einfach nur auf dem Sofa abhängen mit einem guten Glas Wein und Film.
Wohin ginge Dein nächster Urlaub – mit Geld und ohne Kind?
Urlaub? Stehe ich nicht so drauf. Ein Tag shoppen in London, ein Tag relaxen bei Massage und Wellness und gutem Essen reichen völlig.
Wohin ginge Dein nächster Urlaub – mit Geld und MIT Kind?
An die See, damit Leander mal den Strand und das Meer sieht.
In welchen Situationen vermisst Du Dein “altes” Leben ohne Kind/Kinder?
So einen Situation hatte ich bis jetzt noch nicht.
Wann warst Du zum letzten Mal Unterwäsche (für Dich) einkaufen?
Während der Schwangerschaft
Wann warst Du zum letzten Mal Unterwäsche für die Familie einkaufen?
Letzten Monat? Ich zähle die Bodys für Leander mal dazu.
Mit was bringt Dich Dein Kind am schnellsten auf die Palme?
Wenn nachts der Nuckel wieder das x-te Mal aus dem Mund fällt und das mit Geschrei begleitet wird und Mama und Papa mal was zusammen vorhaben 😉
Hast du manchmal ein schlechtes Gewissen Deinem Kind gegenüber und wenn ja, warum?
Ja, in der Situation, die ich auf die vorherige Frage beschrieben habe. Weil Leander nichts dafür kann, dass ich dann genervt bin.
Was hat er/sie als letztes getan, bei dem Du Dir ein ein pädagogisch wohl eher weniger wertvolles Grinsen nicht verkneifen konntest?
Ich glaube, dafür ist er noch zu klein.
Welche guten Eigenschaften hat Dein Kind von Dir geerbt/übernommen?
Kann ich noch nicht sagen. Von Hagen auf jeden Fall die Gelassenheit.
Welche schlechten?
Weiß ich noch nicht.
Wem sieht Dein Kind ähnlicher, Dir oder Deinem Partner und hättest du es gerne andersrum?
Angeblich ja Hagen. Ist schon okay so.
Rückblickend, welchen Aspekt des Eltern-Seins hat dich am meisten erstaunt/überrascht?
Uns wurde immer gesagt, das Leben ändert sich komplett wenn man ein Kind hat. Kann ich so nicht bestätigen. Bis auf das Ausschlafen bis Mittags am Wochenende ist alles beim Alten. Wir verzichten auf nichts. Wir sind jetzt eben nicht zu zweit, sondern zu dritt. Okay, man muss z. B. mehr Gepäck mit nehmen und darf die Flasche und die Wickeltasche nicht vergessen. Aber sonst,… *achselzuck*
Was ist der unschönste Aspekt des Eltern-Seins?
Unendlich zu lieben und geliebt zu werden.
Bist Du manchmal wie Deine Mutter/Dein Vater?
Gegenüber meinen Kind nicht. Sonst? Reden wir mal nicht drüber.
Wieviele Kinder möchtest Du noch haben?
Mindestens noch eins.
Wo wärst Du jetzt in diesem Moment am liebsten?
Mit Hagen, Leander und Luna spazieren, aber auf mich wartet noch der Wohnungsputz.

8 Replies to “Mammutelternstöckchen”

  1. Volker says:

    Hallo!

    > War Dein Kind geplant?
    > Ja und ein Volltreffer.

    Entschuldige die direkte Frage, aber wie können 2 Studenten, anscheinend ohne großartige Geld in der Hinterhand, ein Kind “geplant” bekommen? Wäre es nicht besser gewesen, wenn erstmal zumindest einer sein Studium beendet hätte? Ihr habt jetzt den Vorteil bei deinen Schwiegereltern(?) untergekommen zu sein, aber wäre eine wirklich eigene Wohnung nicht irgendwie “schöner” und angebrachtet gewesen, als so früh ‘n Kind zu kriegen?

    Gruß, Volker

  2. Sry, Rückblickend kann ich behaupten, dass die Studiumszeit die am besten geeignetste Zeit fü’s Nachwuchskriegen gewesen wäre. Und sooviel Geld braucht man für ein Baby noch nicht!

  3. achso, ich hab das Stöckchen genommen 🙂

  4. wenn man erst einmal sein studium in der tasche hat, will/sollte man ja auch arbeiten, was die nachwuchspläne höchstwahrscheinlich erst einmal völlig gegen die wand fährt. ich hätte es – wenn ich denn studiert hätte – sicher auch so gemacht. ich nehm´ das stöckchen auch mal an 🙂

  5. @Volker:

    Ich gebe Dir mal ein Einblick in mein Privatleben: Ich bin 27 Jahre alt, also nicht mehr so jung für ein erstes Kind.

    Wir wohnen mit meinen Schwiegereltern zusammen in einem Haus, in dem es zwei seperate Wohnungen gibt. Wir teilen uns das Carport und die 3000 qm Außenfläche. Jeder trägt seine eigenen Kosten, was ich jetzt nicht “unterkommen” nenne.

    Wir haben nicht wirklich viel Geld in der Hinterhand, wahrscheinlich aber auch so viel wie die meisten anderen Leute. Wir sind zwar Studenten, aber bis zur Geburt habe ich mir mein Geld mit 20 h/Woche als Fachinformatikerin verdient, in der Firma, in der ich bereits gelernt habe. Jetzt, wo ich ein Jahr lang nicht arbeiten kann, bin ich auf den Staat angewiesen. Und ich zahle es ja zurück, also BaföG meine ich. Mein Mann arbeitet auch weiterhin.

    Wir haben uns für ein Kind im Studium entschieden, da ich nicht als frische Diplom Informatikerin gleich nach 1-2 Jahren im Job wegen einer Schwangerschaft/Geburt ausfallen wollte. So ist der Kleine fast im Kindergartenalter, wenn ich dann fertig bin.

    Da Hagens Eltern eh zuhause sind und der Landkreis es nicht für notwendig hält Kinderkrippenplätze zur Verfügung zu stellen “laden” wir unser Kind bei den Großeltern ab, damit ich bald fließig den Rentner die Rente finanzieren kann.

    So.

  6. Volker says:

    Hallo!

    hhmm .. also lieber jetzt ‘n Kind, da man im Studium ja auch mehr Zeit fürs Kind hat und dann “abschieben” zu den Großeltern .. ich weiß nicht, ob das so das Wahre ist.

    Und was mich noch interessieren würde..

    > Wir haben uns für ein Kind im Studium entschieden, da ich nicht als
    > frische Diplom Informatikerin gleich nach 1-2 Jahren im Job wegen
    > einer Schwangerschaft/Geburt ausfallen wollte. So ist der Kleine fast
    > im Kindergartenalter, wenn ich dann fertig bin.

    Alles schön und gut, aber war da nicht was mit einem zweiten Kind, was nach eurer Rechnung in den Bereich “1-2 Jahre im Job” fallen würde?

    Gruß, Volker

  7. Stimmt, das zweite Kind wird wahrscheinlich in den Bereich 2 Jahre im Job fallen. Ich gehe mal davon aus, dass es beim zweiten Kind auch nicht gleich sofort klappen wird. Und die Planung mit dem weiteren Kind ist auch neu.

    Ich weigere mich zu akzeptieren, dass ich Leander abschiebe. Zwei halbe Tage und einen ganzen Tag Betreuung von Oma und Opa ist okay. Da habe ich mehr Zeit als wenn ich wieder 40 Stunden arbeiten gehe. Wenn dann mal ein zweites Kind da ist, muss man sehen, wie das dann läuft. Vielleicht nur noch ein Teilzeitjob. Hat ja während des Studiums auch funktioniert.

    Wie machen das denn andere Eltern? Bleiben die Mütter Jahre lang zuhause, bis das Kind in die Schule geht? Ne, das ist nichts für mich. Ich bin mit Kindern, die ab 3 Monate in die Krippe gehen und Müttern die voll arbeiten, groß geworden. So war das in der DDR.

  8. Issey2308 says:

    Aline, dass ist eine Diskussionsoberfläche, die ins unendliche führt, worin es noch Jahre braucht, bis sich die neuen und alten Bundesländer bezüglich der Kinderbetreuung und anderem annähern.
    Diese Erfahrung musste ich wohl weisslich auch machen, das ist hier einfach nicht so, leider. I
    ch hatte letztens einen Bericht gesehen, in dem es dann hiess, dass es in den neuen Bundesländern ca 94% und in den alten Bundesländern nur 24% Ganztageskindergärten gibt und das sagt ja wohl schon alles.
    Es gibt hier einfach nicht den Bedarf und schon gar nicht auf dem Land (wo ich ja nun mal wohne und erst recht nicht in BaWü).
    Es gibt hier sehr viele Mütter, die hier nur für ein paar Stunden (wenn überhaupt) in der Woche arbeiten, ich weiss nicht, ob Sie mehr arbeiten würden, wenn Sie könnten, kA.
    In der Schule ist es irgenwie genauso. Laura hat jetzt die zweite Woche hinter sich und gerade erst mal einen Buchstaben (davon mal schon abgesehen kennt sie ja schon alle) kennen gelernt. Rechnen in Mathe war noch gar nicht drin. Mit Füller schreiben sie erst Ende der 1., anfang der 2. Klasse (Kopfschütteln von Mike und mir). Mal sehen, wie das so weiter läuft. Ach ja Musik, Zeichnen und Heimat- & Sachkunde wurde zu
    MeNuK (Mensch, Natur und Kultur) zusammen gefasst. Der einzige Vorteil Englisch ab der ersten Klasse, ansonsten ist das ganze schon noch sehr verspielt.
    Aber ich kann Dir sagen, wenn Du Leander mit nur ein bisschen *DDR-Würze* erziehst, wirst Du später mal sehr oft sehr viele Komplimente bezüglich der Erziehung Deines Kindes erhalten und das macht vieles wett (so ist es jedenfalls bei mir fast täglich – *freu*).
    Liebe Grüße Mike, Laura und Kerstin

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